Medizinanthropologie für Gesundheitspersonal in Ägypten – BMEIA finanziert ein Train-the-Trainer-Projekt

Seit zwei Jahren arbeitet die Medizinanthropologin Margret Jäger (wissenschaftliches Personal, medizinische Fakultät Wien und Department für Psychologie, Linz) gemeinsam mit ihrem Projektpartner und Initiator der Initiative, Mustafa Abdalla (Medizinanthropologe, FU Berlin), an einem Prozess der Bewusstseinsbildung, des Kapazitätenaufbaus und schließlich der Institutionalisierung des Faches Medizinanthropologie für die Ausbildung von Gesundheitsberufen in Ägypten.

Nach Workshops, Vorträgen und dem Aufbau eines lokalen Netzwerks wird das Projekt nun auf die nächste Stufe gehoben.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) fördert im Rahmen des Süd-Nord-Dialogs ein Trainingsprogramm zur Weiterbildung von Sozialwissenschafter/innen für die Lehre in der Medizin, Pflege, Public Health etc. Unterstützt wird das Projekt auch vom Österreichischen Kulturforum Kairo.

Die Laufzeit des Projekts beträgt ein Jahr und ab Ende 2020 sollen 20 Lehrende in der Lage sein Lehre selbstständig zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Im Rahmen des Projekts ist es auch möglich eine kleinem medizinanthropologisch orientierte Bibliothek aufzubauen, um Unterrichtsmaterial zur Verfügung zu stellen.  

Die Facebook-Gruppe „Medical Anthropology for Health Professionals in Egypt and MENA region“ dient Interessierten als Vernetzungsplattform – neue Mitglieder sind willkommen!

Im Rahmen des Projekts besteht die Möglichkeit Famulatur und Praktikumsplätze zu vermitteln. Die Ausbildung in den Gesundheitsberufen erfolgt in Ägypten in englischer Sprache.

Interessierte melden sich gerne bei: margret.jaeger@sfu.ac.at

Weitere Informationen zur Medical Anthropology an der SFU Linz: 
https://psychologie.sfu-linz.ac.at/de/forschung-publikationen/medical-anthropology/

Foto credit: Mohamed Ali, Mansoura University, April 2019